AllergySensor-Test bei Kindern
Häufigkeit bei Kindern
Allergien betreffen heute etwa 20-25 % der Kinder und Jugendlichen, nicht alle Verläufe sind schwerwiegend. Die häufigsten Allergene sind Pollen (Blütenstaub), Hausstaubmilben, Tierhaare, Nahrungsmittel und Insektengifte, es können aber sehr viele Substanzen als Allergene wirken. Aussetzung an Zigarettenrauch, Anzahl der Geschwister, Atopie in der Familie, Wohnverhältnisse, Komplikationen bei der Geburt, Medikamente und Infektionen. Von einer allergischen Reaktion können verschiedene Organe betroffen sein, der Verlauf ist variabel und reicht von spontaner Besserung bis zum Durchlaufen unterschiedlicher Krankheitsbilder.
In den ersten beiden Lebensjahren überwiegen Nahrungsmittelallergien und Hauterkrankungen, etwa 30-50% dieser Kinder können später an Asthma Bronchiale erkranken.
Diagnose
Die Diagnosestellung kann bei Kindern schwieriger als bei Erwachsenen sein. Wichtig sind die Vorgeschichte (Anamnese) und die Familienanamnese, da manchmal der Zusammenhang zwischen der Ursache und den Krankheitszeichen offensichtlich (z. B. Asthma nach Katzenkontakt) sein kann. Auch die Art der Beschwerden spielt eine Rolle: anfallsartig, periodisch, saisonal oder ganzjährig oder ortsgebunden. Das Führen eines Beschwerdekalenders kann sich als sehr hilfreich erweisen. Anschließend wird das Kind genau auf mögliche Zeichen einer allergischen Krankheit untersucht.
Es stehen zur Diagnose verschiedene Allergietests zur Verfügung; allerdings muss kein strenger Zusammenhang zwischen Allergietest und Beschwerden bestehen. Ein positiver Allergietest bedeutet nicht unbedingt den Nachweis einer Allergie.
Bei diesem Test werden nur wenige Tropfen Blut benötigt, die schmerzlos abgenommen werden können.
Lesen Sie hier einen Bericht und Interview aus der deutschen Zeitung "Presse":
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Sonderpressedienst 'Allergie'
April 2002
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Deshalb sollten Eltern sich nicht scheuen, ihr Kind schon bei Verdacht auf eine Allergie einem Allergologen vorzustellen. Denn der beherrscht die detektivische Sucharbeit nach dem Stoff, der den Körper so überschießend reagieren lässt. Ratsam kann der Besuch beim Facharzt auch schon bei Kleinkindern sein. Als Faustregel gilt: Ein Immunsystem, das "reif" genug ist allergisch zu reagieren, reagiert auch auf Allergietests.
Der bei Kindern am häufigsten angewandte Allergietest ist der "Pricktest". Er ist allerdings nur für Kinder sinnvoll, die stillhalten und die unangenehme Prozedur aushalten können. Der Pädiater Professor Dr. Ulrich Wahn, Leiter der Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie an der Charité-Universitätsmedizin Berlin findet es "geradezu abartig", bei einem Kind einen Hauttest zu machen: "Hauttests bei Kleinkindern grenzt an Kindesmisshandlung."*
*Das Zitat von Prof. Wahn:
Hauttests bei Kleinkindern grenzt an Kindesmisshandlung" erfolgte während des 43. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Penumologie (GPP) und der 22. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Im-munologie (DGAI) vom 13. bis 16. März in Bochum
Schonender und für alle Kinder geeignet ist der Labor-Test. Hierbei wird ein wenig Blut abgenommen und im Labor untersucht. Dieser Test bestimmt die auslösenden Allergene sehr genau. Nach Ansicht des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) und der Deutschen Gesellschaft für Allergie und Immunitätsforschung (DGAI) belasten die Laboruntersuchungen im Unterschied zu meist verwendeten Hauttests die kleinen Patienten weniger und vermeiden auch bei hochgradiger Sensibilisierung jegliche Gefährdung. Zudem bieten sie den Vorteil einer genaueren Kontrolle und Präzision der Ergebnisse

